Pflichtangaben nach art. 13 eu-dsgvo Muster

Die obenstehenden Muster sind auf drei klassische Anwendungsbereiche, in denen Unternehmen regelmäßig informationspflichtig werden, zugeschnitten – Bewerber, Mitarbeiter und Interessenten/Kunden. Von all diesen Personenkreisen werden üblicherweise personenbezogene Daten verarbeitet. Zum Beispiel: ein Bewerber übersendet etwa ein Lebenslauf und ein Anschreiben, Ihre Personalabteilung verarbeitet die Steuer- und Versicherungsdaten von Mitarbeitern und bei Kunden verfügt das Unternehmen über die Anschriften, um ihnen Lieferungen zuzuschicken. All dies macht die Umsetzung der Informationspflicht diesen Betroffenen gegenüber zur datenschutzrechtlichen Pflicht. Weitergehend muss das Unternehmen unter anderem sicherstellen, dass die betroffenen Personen die Betroffeneninformationen in einer leicht wahrnehmbaren, verständlichen und klar nachvollziehbaren Form erhalten. Ergänzend muss das Unternehmen sicherstellen, dass – sofern die Daten bei der betroffenen Person selbst erhoben werden – die Betroffenen zum Zeitpunkt der Erhebung auch korrekte Betroffeneninformationen erhalten. Sofern die Daten nicht bei dem Betroffenen selbst erhoben werden, so muss der betroffenen Person spätestens innerhalb eines Monats die Betroffeneninformationen zugehen. Es handelt sich hier um eine Direkterhebung personenbezogener Daten von Betroffenen. Der Anwendungsbereich der DSGVO (und des BDSG) ist somit eröffnet und Sie als Verantwortlicher müssen dem Bewerber eine Betroffeneninformation zukommen lassen. Das passende Muster hierfür ist freilich „Datenschutzinformation Muster – Bewerber“. Auch der Zweck der Datenverarbeitung ist eindeutig: Sie benötigen die Daten um eine Auswahl von geeigneten Beschäftigten treffen zu können – Ihr Zweck ist daher in erster Linie die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses.

Selbstredend ist eine Datenverarbeitung hierfür datenschutzrechtlich auch zulässig – die entsprechende Rechtsgrundlage ist dabei Art. 88 DSGVO i. V. m. § 26 BDSG. Wenn Sie personenbezogene Daten direkt bei der betroffenen Person erheben, verlangt Art. 13 DSGVO, dass Sie der betroffenen Person die Datenschutzinformationen zum Zeitpunkt der Erhebung zukommen lassen. Ein gemischter Ansatz für die Bereitstellung von Datenschutzinformationen besteht in der Regel darin, Personen kurze Informationen zu geben, die die wichtigsten Informationen enthalten, beispielsweise die Identität Ihrer Organisation und die Art und Weise, wie Sie die personenbezogenen Daten verarbeiten.

Um die tatsächliche Umsetzung der Betroffeneninformation für Sie handhabbar zu machen, wird die Vorgehensweise anhand eines Bewerbers nachfolgend konkretisiert. Es handelt sich hierbei um ein grobes Beispiel, die Betroffeneninformationen sind stets auf die individuellen Gegebenheiten Ihres Unternehmens anzupassen. Bei entsprechenden Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Die korrekte Zusendung der Betroffeneninformation ist und bleibt eine datenschutzrechtliche Pflicht.