Tarifvertrag hotellerie berlin

In den Tarifverhandlungen 2010 wurde die Pauschale für Kleidung für Auszubildende in der Branche auf 34,50 Euro erhöht. Um die Arbeitnehmer vor den Auswirkungen des Passivrauchens zu schützen, wurde ein Tarifvertrag zwischen den Sozialpartnern geschlossen. Sie beinhaltet das Recht auf Abfindung, wenn die Person ihr Arbeitsverhältnis aufgrund von Rauchbelästigung enden. Normalerweise haben Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Abfindung, wenn sie ihr Arbeitsverhältnis in ihrem eigenen Willen beenden. Darüber hinaus wird der Zugang zu diagnostischen Maßnahmen erleichtert und es gelten besondere Schutzbestimmungen für Auszubildende und Jugendbetreuer. Die Standard-Tarifverträge in der Branche werden auf sektoraler Ebene abgeschlossen. Es gibt getrennte Tarifverträge für Angestellte (vertreten durch GPA-djp) bzw. Arbeiter (vertreten durch vida). 2010 nahmen beide Gewerkschaften zum ersten Mal gemeinsam an den Verhandlungen teil.

Auf Arbeitgeberseite beteiligen sich sowohl FVG als auch FVH an den Tarifverhandlungen. Darüber hinaus beteiligt sich der ÖHV, der 1991 von der Bundesschiedskommission als tarifgebunden anerkannt wurde, gemeinsam mit den anderen vier Gruppen an den Tarifverhandlungen teil. Sie ist jedoch keine Vertragspartei der Tarifverträge, sondern wendet sie in ihren Mitgliedsunternehmen an. Aufgrund der obligatorischen Mitgliedschaft in den Arbeitgeberorganisationen liegt der Deckungssatz der Tarifverhandlungen sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmer bei 100 %. Neben den beiden nationalen Tarifverträgen für (Blau- und Angestellte) der Hotel- und Gaststättenbeschäftigten gibt es für jedes der neun Bundesländer in Österreich zusätzliche regionale Tarifverträge sowie zusätzliche Tarifverträge zu bestimmten Themen (z.B. zu den Auswirkungen des Passivrauchens, siehe unten). Darüber hinaus gibt es mehrere Betriebstarifverträge (insbesondere in Wien), an denen sowohl Angestellte als auch Angestellte beteiligt sind (z.B. ein spezieller Tarifvertrag für McDonald es mit rund 8.000 Mitarbeitern, der laut vida als Vorbild für die gesamte Fast-Food-Branche dient). Sie werden jedoch von den Arbeitgeberorganisationen im Namen der Unternehmen geschlossen, da in der Regel keine einzigen Arbeitgeber mit der Fähigkeit zum Abschluss von Tarifverträgen investiert werden.